Krümelmonster klaut goldenen Leibniz Keks


Vor einigen Wochen verschwand ganz heimlich in fünf Meter Höhe der vergoldete 20 kg schwere, etwa 50 cm breite, 40 Zentimeter hohe und vier Zentimeter dicke Leibniz-Keks aus Messing von der Fassade des Herstellers Bahlsen. Zwischen den sogenannten „Brezelmännern“ klaffte nun eine große Lücke. Kurz darauf meldete sich das Krümelmonster mit einem Erpresserbrief zu Wort und forderte das Unternehmen Kekse für gemeinnützige Einrichtungen zu spenden. Die zur Ermittlung des Täters ausgesetzte Belohnung von 1000 Euro solle außerdem an ein Tierheim gespendet werden. Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, werde der Keks bei „Oskar in der Mülltonne“ landen. Dem Schreiben wurden Bilder beigefügt, auf denen einer der Diebe in einem Krümelmonster-Kostüm mit dem überdimensionalen Keks posierte.

Der Chef der Firma, Werner M. Bahlsen, appellierte an das Krümelmonster: „Dieser Keks ist für unser Haus ein Symbol“. Das Unternehmen wolle sich außerdem nicht erpressen lassen, doch sei es bereit bei Rückgabe des Kekses 52.000 Kekspackungen an 52 soziale Einrichtungen zu spenden (52 ist die Anzahl der Zähne des heutigen Leibniz-Kekses, während der entwendete Keks über 34 Zähne verfügt).

Dem echten Krümelmonster aus der Sesamstraße ging die Sache mächtig auf den Keks und es meldete sich über Twitter mit den Worten: „Ich habe den goldenen Keks nicht gestohlen. Aber ich werde helfen, den echten Keks-Dieb zu finden!“

Während die Welt sich vor Lachen krümelte und diskutierte, ob es sich bei dem Verschwinden des Kekses möglicherweise nicht um eine eingefädelte PR-Aktion des Unternehmens handeln könnte, machte sich das falsche Krümelmonster sorgen, dass es Sich an dem goldenen Keks die Zähne ausbeißen könnte. So hängte es den Keks am 5. Februar 2013 mit einer roten Schleife um den Hals des niedersächsischen Pferdes vor der Leibniz-Universität in Hannover und gleich am 7. Februar meldete es sich mit einem weiteren Schreiben an das Unternehmen, in dem es es aufforderte, das gegebene Versprechen einzuhalten.

Am Tag darauf bestätigte Bahlsen, dass man die gegebenen Versprechen einhalte, und lud alle interessierten gemeinnützigen Einrichtungen ein, sich für die Keksspende zu bewerben. Mitte März dann gab Bahlsen die per Los bestimmten Empfänger der Keksspenden bekannt.

 

Quellen der Inhalte: Spiegel, Bild, Focus,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.