Lektoren in Korrekturwut


Tintenfass und FüllerMittlerweile arbeite ich seit fast 18 Jahren als Übersetzerin – seit 8 Jahren freiberuflich – und obwohl ich sowohl meine Arbeit als Übersetzerin als auch die Zusammenarbeit mit anderen Kollegen liebe, gibt es Momente die mich zur Weißglut treiben. Einer dieser Momente ist, wenn ich manches Lektorat sehe. Manche Lektoren übertreiben es im Eifer sich als bessere Übersetzer zu präsentieren mit den Korrekturen. So kommt es immer mal wieder vor, dass komplette Texte umformuliert werden, nur weil sie nicht dem Stil und der Ausdrucksweise des Lektorierenden entsprechen. Es gibt Kollegen da drängt sich der Verdacht auf, dass sie den  ganzen Tag damit verbringen, Synonyme für sehr gut ausgewählte und übersetzte Begriffe zu finden, nur um in jedem Satz etwas zu korrigieren. Schlimm wird es dann, wenn in der Korrekturwut in sehr gut übersetzten Texten während des Lektorats Fehler eingebaut werden. Da kann man sich als Übersetzer dann nur noch die Haare raufen und man muss lektorierte Texte stundenlang nachlektorieren, um die richtigen Fehler und Änderungsvorschläge herauszufinden.

Zum Glück gibt es solche übereifrigen Lektoren nur sehr selten, denn zum Wohle des Kunden sollten sich Übersetzer und Lektoren sinnvoll ergänzen. Bei einer guten Zusammenarbeit profitiert der Übersetzer vom Lektor und umgekehrt, denn…

„… vier Augen sehen mehr als zwei und zwei Köpfe wissen mehr als einer …“

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