Übersetzungen mit Google und anderen automatischen Lösungen


Als ich heute während meiner Recherchen für eine Übersetzung zum Thema Fotografie auf eine Webseite gestoßen bin und ich aus Neugierde auf die Qualität der italienischen Übersetzung geschaut habe, standen mir die Haare zu Berge, denn diese Seite war vermutlich mit Systemen wie Google-Übersetzer übersetzt worden.

Im ganzen Text gab es keine Artikel und Präpositionen, die Grammatik ließ sehr zu wünschen übrig, Verben waren nicht konjungiert, alle Endungen waren falsch und die Wahl der Terminologie brachte mich das eine und das andere Mal zum Lachen.

Abgesehen davon, dass „an Übersetzungen sparen“ nicht der Eindruck ist, den ein seriöses Unternehmen beim Besucher seiner Webseite hinterlassen sollte und es in dem Fall viel besser gewesen wäre, keine Übersetzung, als die vorhandene, anzubieten, wird leider sehr oft unterschätzt wie wichtig eine professionelle Übersetzung der eigenen Webseite ist. Man denkt sich: „Hauptsache der Leser, also auch ein potentieller Kunde, versteht den Kontext und um was es geht!“ Aber so ist es nicht. Ich versichere Ihnen, dass manche Sätze kaum zu verstehen waren, viele Wörter nicht übersetzt, da Google sie nicht kannte oder der Sinn des übersetzten Begriffes falsch war.

Um es mit einem Beispiel zu verdeutlichen: Was fällt Ihnen beim Wort „Anlage“ ein?

  • Mir fällt spontan die Anlage in der Korrespondenz (Brief-, E-Mail-, Faxschreiben) ein, im Englischen attachment, im Italienischen allegato,
  • mir fällt die Gebäudegruppe ein, im Englischen construction oder complex of buildings, im Italienischen complesso,
  • dann gibt es noch die Anlage im Geldverkehr,
  • die Installationen und technischen Anlagen in der Industrie
  • und die Stereoanlage, Dolby-Surround-Anlage, usw.

Wie Sie sehen können ein Wort, viele Bedeutungen, viele Übersetzungen! Eine Unterscheidung, die ein automatischer Übersetzer nicht machen kann. So wird Ihnen für die Anlage in der Korrespondenz die Übersetzung für Gebäudegruppe angeboten oder umgekehrt.

Mein Fazit: „Eine Sprache muss man nicht nur kennen, sondern auch leben und fühlen!“ Nur eine Person aus Fleisch und Blut ist dazu fähig.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.